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Was kostet ein Interior Designer: Preise und Honorare 2026

Veröffentlicht am 27 Juli 2026

Ein Interior Designer kostet in Italien grob 50 bis 150 Euro pro Stunde oder arbeitet pauschal: im Schnitt 1.500 bis 2.500 Euro für die Planung eines einzelnen Raums und 3.500 bis 8.000 Euro für eine komplette Wohnung. In der Hotel-Objekteinrichtung gelten andere Regeln: Abgerechnet wird pro m², pro Zimmer oder prozentual auf die Bausumme, und oft ist die Planung in der Möbellieferung enthalten.

Die vier Honorarmodelle von Interior Designern

Schreibtisch für das Hotelzimmer

Eine einheitliche Gebührenordnung gibt es nicht: Jeder Profi wählt das Honorarmodell, das zur Art des Auftrags passt. Die vier verbreitetsten in Italien im Jahr 2026 sind diese.

Stundensatz

Das ist das typische Modell für kurze Beratungen: Farbwahl, Überarbeitung eines Grundrisses, Begleitung beim Einkauf. Die Sätze liegen im Schnitt zwischen 50 und 100 Euro pro Stunde für einen erfahrenen Profi und reichen bis 150 bis 250 Euro für etablierte Büros in Großstädten. Das funktioniert gut für punktuelle Leistungen, deutlich schlechter für ganze Projekte, bei denen das Stundenkontingent unberechenbar wird.

Honorar pro m²

Für komplette Projekte kalkulieren viele Büros nach Fläche: grob 30 bis 80 Euro pro m² für die Innenraumplanung von Wohnungen, 15 bis 40 Euro pro m² auf den großen Flächen, die für Hotels und Beherbergungsbetriebe typisch sind. Ein Einrichtungsprojekt für ein Hotel mit 1.500 m² kostet also allein für die Planung zwischen 25.000 und 60.000 Euro, je nach geforderter Detailtiefe.

Prozentsatz auf die Bausumme

Dieses Modell stammt aus den Architektenhonoraren: Der Planer erhält einen Anteil an den Gesamtkosten der Maßnahme, im Schnitt 8 bis 15 Prozent bei Komplettaufträgen mit künstlerischer Leitung. Bei einer Zimmerrenovierung für 500.000 Euro liegt das Honorar zwischen 40.000 und 75.000 Euro. Der Vorteil ist die Kopplung an die tatsächliche Komplexität, die Schwäche der zumindest theoretische Anreiz, das Budget wachsen zu lassen.

Pauschalhonorar

Der Profi nennt einen festen Betrag für einen definierten Leistungsumfang: zum Beispiel 1.500 bis 2.500 Euro für die komplette Planung eines Hotel-Standardzimmers inklusive Renderings, oder 5.000 bis 15.000 Euro für das Konzept von Lobby und Gemeinschaftsbereichen. Für den Hotelier ist das das transparenteste Modell, vorausgesetzt, der Umfang ist sauber beschrieben: Zahl der Überarbeitungen, gelieferte Unterlagen, Präsenz auf der Baustelle.

Tabelle: die Preise 2026 im Vergleich

HonorarmodellRichtwerte 2026Geeignet für
Stundensatz50-150 Euro/StundePunktuelle Beratungen
Pro m² (Wohnen)30-80 Euro/m²Häuser und Wohnungen
Pro m² (Contract)15-40 Euro/m²Hotels, Residences, große B&B
Prozentsatz auf die Bausumme8-15%Komplettsanierungen
Pauschal pro Standardzimmer1.500-2.500 EuroZimmerrenovierung im Hotel
Konzept Gemeinschaftsbereiche5.000-15.000 EuroLobby, Frühstücksraum, Bar

Die Zahlen sind Marktdurchschnitte: Ein Büro mit bekanntem Namen kann sie auch deutlich überschreiten, während kompetente junge Profis unter den genannten Mindestwerten arbeiten. Der Preis allein sollte nie das Auswahlkriterium sein: Den Interior Designer für ein Hotel auszuwählen heißt, Referenzen, Portfolio und die richtigen Fragen zu prüfen, bevor du den Auftrag unterschreibst.

Warum Contract ein eigenes Handwerk ist

Das Honorar für ein Hotelprojekt folgt eigenen Regeln, weil sich die Art der Arbeit ändert. Ein Hotelprojekt muss strenge technische Vorgaben berücksichtigen: Brandschutzvorschriften und Brandverhalten der Materialien, Beständigkeit bei intensiver Nutzung, schnelle Reinigung, Abstimmung mit Haustechnik und Baustelle, Wiederholbarkeit des Standardzimmers über Dutzende Räume. Ein Maß- oder Spezifikationsfehler multipliziert sich mit 40 Zimmern und muss deshalb schon in der Planungsphase abgefangen werden.

Deshalb beginnt ein Contract-Projekt immer mit den Zahlen des realen Gebäudes: Maße, Winkelabweichungen, Lage der Installationen. Das ist die Phase der Besichtigung und des Aufmaßes, die kein seriöses Angebot überspringen kann. Und es endet mit spezifischen technischen Dokumenten: technisches Leistungsverzeichnis, Möbellisten, Materialdatenblätter mit Zertifizierungen.

Was ein gut gemachtes Projekt umfasst

Sei misstrauisch bei „Projekten“, die aus ein paar stimmungsvollen Bildern bestehen. Ein professioneller Auftrag für einen Beherbergungsbetrieb umfasst mindestens:

Die Bestandsaufnahme mit Maßen, die vor Ort genommen und nicht aus archivierten Plänen abgeleitet werden, Lage der Installationen, statische Einschränkungen. Unter fünfzig scheinbar identischen Zimmern tauchen immer sechs oder sieben auf, die um drei oder vier Zentimeter abweichen, und wenn der Schrank auf das Nennmaß gezeichnet wurde, zeigt sich das Problem am Tag der Montage. Dann das Konzept mit Moodboard, Farbpalette und Materialien, die zur Positionierung des Hauses passen, und die funktionalen Grundrisse Zimmer für Zimmer, mit Prüfung von Durchgängen, Türöffnungen, Platz vor der Badtür und Barrierefreiheit. Fotorealistische Renderings dienen dazu, Entscheidungen abzusichern, bevor Geld ausgegeben wird, und das 3D-Rendering für die Hoteleinrichtung lohnt sich vor allem beim Musterzimmer, das anschließend fünfzigmal wiederholt wird.

Das Dokument, das alles andere trägt, ist das Leistungsverzeichnis mit den Möbellisten, also die technische Aufstellung jedes Möbelstücks mit Materialien, Oberflächen, Beschlägen und Zertifizierungen. Ohne sie sind Angebote nicht vergleichbar, weil jeder ein anderes Möbel kalkuliert, und der richtige Aufbau des Leistungsverzeichnisses für Hotelmöbel bleibt der solideste Schutz gegen Überraschungen bei der Lieferung. Den Abschluss bildet die Begleitung in der Ausführungsphase: Antworten an die Lieferanten, Prüfung der Muster, Termine auf der Baustelle. Diesen Teil sieht niemand, und doch entscheidet er darüber, ob das Projekt so ankommt, wie es gezeichnet wurde. Vorsicht bei Projekten, die bei ein paar stimmungsvollen Bildern stehen bleiben.

Fehlt einer dieser Punkte, bezahlst du den niedrigen Preis später, mit Änderungen, Verzögerungen und Möbeln, die nicht den Erwartungen entsprechen.

Wann die Planung in der Lieferung enthalten ist

Im Contract-Bereich gibt es einen dritten Weg zwischen „einen Planer bezahlen“ und „aus dem Katalog kaufen“: einen Partner beauftragen, der plant und umsetzt. Das ist unser Arbeitsmodell: Als Contract-Partner, der seit über fünfzig Jahren tätig ist, entwickeln wir das maßgefertigte Einrichtungsprojekt im eigenen Haus und setzen es über eine Lieferkette ausgewählter italienischer Manufakturen um, mit einem einzigen Ansprechpartner vom Aufmaß bis zur Abnahme. Wenn die Einrichtungsplanung für Hotels in die Lieferung integriert ist, zahlt der Hotelier kein separates Honorar und erhält trotzdem Aufmaß, Grundrisse, Renderings und Leistungsverzeichnis.

Vorsicht allerdings bei der Formel „kostenlose Planung“ als Verkaufsköder: Kostenlos gibt es nicht, es gibt nur inklusive. Der Unterschied liegt in der Qualität dessen, was enthalten ist: Ist die Gratisplanung nur eine Zusammenstellung von Katalogprodukten ohne Aufmaß und Leistungsverzeichnis, schützt sie die Investition nicht. Ist sie dagegen ein vollständiges, dokumentiertes Projekt, das in die Lieferung integriert ist, ist sie für einen Beherbergungsbetrieb oft der Weg mit dem besten Verhältnis zwischen Qualität und Gesamtkosten.

Welchen Anteil die Planung am Gesamtbudget hat

Setzen wir die Zahlen ins Verhältnis. Bei der kompletten Zimmerrenovierung eines Hotels mit 30 Zimmern und einer Möbelinvestition von 400.000 bis 500.000 Euro macht die Planung grob Folgendes aus:

Ein externes Büro, das prozentual abrechnet, verlangt meist zwischen 35.000 und 70.000 Euro. Ein Planer mit Pauschale für das Standardzimmer plus Gemeinschaftsbereiche liegt zwischen 15.000 und 30.000 Euro, weil er nur einmal zeichnet und dasselbe Zimmer dann in allen gleichen Räumen wiederholt wird. Ist die Planung dagegen in die Contract-Lieferung integriert, erscheint sie nicht als eigener Posten, sondern steckt bereits im Möbelpreis: In diesem Fall solltest du dir im Angebot schriftlich geben lassen, was genau sie umfasst, denn zwischen einer Stimmungsskizze und einer kalkulierbaren Ausführungsplanung mit Möbellisten und Konstruktionsdetails liegen Welten.

In allen Fällen geht es um 4 bis 12 Prozent des Budgets: ein kleiner Anteil gemessen an dem Wert, den ein gutes Projekt bei Zimmerpreisen und Bewertungen erzeugt. Das Honorar des Planers solltest du immer im Verhältnis zu den Gesamtkosten der Einrichtung eines Hotels lesen, die pro Zimmer berechnet werden und sich von der günstigen Klasse bis zum Luxus stark unterscheiden. In kleinen Charme-Hotels, wo die Identität mehr zählt als alles andere, überträgt die Einrichtungsplanung eines Boutique-Hotels dem Planer Entscheidungen, die kein Katalog standardisieren kann.

Häufige Fragen

Was kostet ein Einrichtungsprojekt für ein Hotel?

Allein für die Planung grob 15 bis 40 Euro pro m² oder 1.500 bis 2.500 Euro für das Standardzimmer plus ein Konzept für die Gemeinschaftsbereiche: Für ein Hotel mit 30 Zimmern sind es im Schnitt 15.000 bis 70.000 Euro, je nach Auftragsmodell und Name des Büros. Wenn du einen Contract-Partner beauftragst, der plant und umsetzt, ist die Planung in der Regel in der Lieferung enthalten.

Wird der Interior Designer pro m² oder prozentual bezahlt?

Beide Modelle gibt es. Das Honorar pro m², im Schnitt 30 bis 80 Euro bei Wohnungen und 15 bis 40 Euro im Contract-Bereich, ist besser kalkulierbar und eignet sich für große Flächen. Der Prozentsatz auf die Bausumme, im Schnitt 8 bis 15 Prozent, ist typisch für Komplettaufträge mit künstlerischer Leitung. Für Hotels funktioniert auch ein Pauschalhonorar für einen definierten Umfang gut: Standardzimmer, Überarbeitungen, Unterlagen und Baustellentermine schriftlich festgehalten.

Ist die Planung kostenlos, wenn ich die Möbel kaufe?

Die Planung ist nie kostenlos: Wird die Lieferung einem Contract-Partner übertragen, sind die Planungskosten im Möbelpreis enthalten. Den Unterschied macht die Qualität dessen, was enthalten ist: Aufmaß der realen Maße, Grundrisse, Renderings und technisches Leistungsverzeichnis sind das Kennzeichen eines echten Projekts. Eine bloße Zusammenstellung von Katalogprodukten ohne technische Unterlagen schützt die Investition nicht.

Was kostet ein Interior Designer für ein Privathaus?

Für eine Wohnung kostet ein komplettes Projekt im Schnitt 3.500 bis 8.000 Euro, punktuelle Beratungen werden mit 50 bis 150 Euro pro Stunde abgerechnet. Der Preis pro m² sinkt tendenziell mit wachsender Fläche. Den Rest bestimmen der Umfang der Unterlagen und die Zahl der Überarbeitungen, die du vereinbarst.

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